Gastronomie im Wandel: Menschen, Ideen und neue Wege

Was hält kleine Gasthäuser erfolgreich? Und wie verändert sich die Ausbildung der Köchinnen und Köche von morgen? Die aktuellen Folgen des Gustelier-Podcasts „COOLinarisch“ liefern persönliche Geschichten und Denkanstöße für die Branche.

Vom elterlichen Gasthaus Apollonia oberhalb von Nals wollte Thomas Geißer als Jugendlicher zunächst wenig wissen. Zum Glück hat sich seine Meinung geändert: Heute führt er den Familienbetrieb gemeinsam mit seinem Bruder und Küchenchef Christoph bereits in dritter Generation – mit Leidenschaft und Erfolg.
Als Mitglied des HGV-Landesausschusses und Leiter der Arbeitsgruppe „Bar & Restaurant“ engagiert sich Thomas Geißer zudem für den Erhalt einer kleinstrukturierten Gastronomie, die weit mehr ist als ein Ort zum Essen und Trinken.
Wie es gelingt, auch als kleiner Gastronomiebetrieb wirtschaftlich erfolgreich zu sein, welche Chancen gerade in der Konzentration auf das Wesentliche liegen und welche Erfahrungen Thomas Geißer anderen Gastwirtinnen und Gastwirten mitgeben möchte, darüber spricht er mit Bettina Schmid, Leiterin des Gustelier – Atelier für Geschmackserfahrung.

Junggastwirt des Jahres

Auch Damina Alber kennt die Gastronomie von klein auf: Seine Eltern haben das Gasthaus „Vögele“ zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt in Bozen entwickelt. Obwohl ihm auch andere Wege offenstanden, hat er sich ganz bewusst für die Branche entschieden – ebenso wie seine beiden Geschwister.
Vom HGV wurde er heuer zum „Junggastwirt des Jahres“ gewählt – eine Auszeichnung für junge Gastgeberinnen und Gastgeber, die mit frischen Ideen und viel Engagement ihren eigenen Weg gehen. Denn heute führt Damian Alber erfolgreich drei ganz unterschiedliche Lokale am Waltherplatz in Bozen: eine Aperitif-Bar, eine Eisdiele mit Salatbar und seit kurzem auch ein Pizza- und Pastalokal.
Im Podcast erzählt Damian Alber, was ihn an der Gastronomie begeistert, wie er auf Themen wie Mitarbeitende und Gewinnmargen blickt und warum der Beruf trotz aller Herausforderungen für junge Menschen attraktiv sein kann.

Neue Ausbildungswege

Wie unser Nachwuchs künftig ausgebildet wird, damit beschäftigt sich Benjamin Flora tagtäglich. Seit knapp einem Jahr ist er Direktor der Landesberufsschule für Gast- und Nahrungsmittelgewerbe Emma Hellenstainer in Brixen. Zuvor war er viele Jahre als Lehrer an der Schule tätig – und möchte nun in seiner neuen Rolle weitere Akzente setzen.
Im Gespräch erzählt der gebürtige Vinschger, welche Weichen er für die Zukunft der Schule stellen möchte, wie sich junge Menschen für Küche und Gastronomie begeistern lassen und was sich Schülerinnen und Schüler von ihren zukünftigen Arbeitgebern wünschen.
Spannend für aus Gastronomie und Küche ist ein neuer Schwerpunkt: An der Hellenstainer gibt es ab Herbst die Ausbildung zum Koch bzw. zur Köchin für pflanzenbasierte Küche. Benjamin Flora erklärt, wie die neue Ausbildung entstanden ist und was dahintersteckt.

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