Wieviel Mut braucht Weltklasse?

Jan Hartwig bei der Fachtagung COOLinaria im Gustelier am 12. Mai Jan Hartwig gehört zu den besten Köchen der Welt – und bleibt dabei bewusst bodenständig. Sein Drei-Sterne-Lokal in München nennt er selbst gern “Kneipe”, und verspricht seinen Gästen – neben einzigartiger Küche – vor allem eine gute Zeit. Die Leidenschaft fürs Kochen wurde Jan Hartwig bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater ist Koch, gemeinsames Essen ein fester Bestandteil des Familienlebens. Diese Wertschätzung prägte auch den Sohn und legte den Grundstein für seinen Weg in die Kochlehre.

Der Weg an die Spitze

Nach Stationen in renommierten Zwei- und Drei-Sterne-Küchen übernahm Jan Hartwig 2014 seine erste Küchenchef-Position im Restaurant Atelier im Hotel Bayerischer Hof in München. Dort erkochte er innerhalb kürzester Zeit drei Michelin-Sterne. 2021 folgte der mutige Schritt in die Selbstständigkeit: Mit seinem eigenen Restaurant „JAN“ setzte er alles auf eine Karte – und wurde belohnt. Bereits nach wenigen Monaten erhielt er erneut drei Michelin-Sterne und wurde zudem als einziger Deutscher in die Liste der „World’s 50 Best Restaurants“ aufgenommen.

Labor der Liebe

In seinem Restaurant kann man je nach Platz durch die offene Tür oder den offenen Pass in die Küche schauen, die er "Labor der Liebe" nennt. Sein Credo: beste Produkte, präzises Handwerk und Liebe zum Kochen, um damit Menschen glücklich zu machen. So denkt er die deutsche Geschmacks-DNA neu. Der Michelin-Guide schreibt: “Da werden beispielsweise "Hackbraten", "Senf Ei" oder "Handkas mit Musik" zu großem kulinarischem Kino. Kreationen mit Strahlkraft - die Produktqualität über jeden Zweifel erhaben, das Handwerk meisterhaft.”.

Einblicke aus erster Hand

Doch was bedeutet es, als Spitzenkoch auch Unternehmer zu sein? Wie geht man mit steigenden Kosten und veränderten Gästeerwartungen um? Und wie führt man ein Team auf konstant höchstem Niveau? Genau das wird Jan Hartwig – wenn auch digital zugeschaltet – im Rahmen der Fachtagung COOLinaria erzählen, und Einblick gewähren in seine unternehmerischen Entscheidungen, seine Perspektiven auf die Zukunft der Branche sowie in seine Verbindung zu Südtirol.
Eine seltene Gelegenheit für Köchinnen, Köche sowie Gastronomie- und Beherbergungs-betriebe, von einem der Besten seines Fachs zu hören.

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